Eine Hommage an den Großen Schweizer Sennenhund

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Der Große Schweizer Sennenhund – Sanfte Riesen voller Liebe

Wie ihr ja bereits sicher mitbekommen habt, wenn ihr mir auf Instagram folgt, schlägt mein Herz für die Großen Schweizer Sennenhunde. Bei uns wohnen mittlerweile zwei dieser sanften Riesen, wobei einer  (Dez 2020) noch ein Welpe ist. Barcley ist nun fast 7 Jahre alt und lebt seit dem er 9 Wochen alt ist bei uns. Zu ihm kamen wir eher durch Zufall, aber das werde ich euch später vielleicht mal erzählen.

Barcley ist einfach mein Seelenhund, wie das immer so schön genannt wird. Mein Liebe zu ihm ist wirklich groß, er ist den ganzen Tag an meiner Seite und passt auf mich auf. Er tröstet mich wenn ich traurig bin, er heult mit mir wenn ich wütend bin und sorgt für Recht und Ordnung bei uns in der Familie. Er ist ein so elementarer Bestandteil meines Lebens, dass alleine die Vorstellung er könnte mal nicht mehr da sein, mich in den Wahnsinn treibt. 

Da die Rasse des Großen Schweizer Sennenhundes bis weilen für die Meisten ziemlich unbekannt ist, ich aber oft von euch auf Instagram Fragen zu Barcley und nun auch Charles gestellt bekommen, möchte ich euch heute mal die Großen Schweizer Sennenhunde im Allgemeinen vorstellen.

Da ich in diesem Fall kein Experte bin, übernehme ich natürlich keine Garantie dafür, dass alles 100% stimmt, was ich hier schriebe, aber ich habe natürlich nach meinem besten Wissen und Gewissen recherchiert und schreibe über meine eigene Erfahrung. Aber denkt daran: Jeder Hund auf dieser Welt ist ein Individuum!

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Charles mit einfacher Schleppleine beim ersten Spaziergang (Link zu Leine)*

Der Große Schweizer Sennenhund – Ein Portrait

Hier die harten Fakten, die man ganz einfach überall zu lesen findet. Kurz und knapp ein Steckbrief aller Eckdaten dieser wundervollen Hunde:

Größe:

 

 

Gewicht:

 

 

Lebenserwartung:

 

Herkunft: 

 

FCI:

 

 

Wesen:

 

 

Frühere Verwendung:

Rüde: 65-72 cm

Hündin: 60-68 cm

 

Rüde: 60-70 kg

Hündin: 50-60 kg

 

10-12 Jahre

 

Schweiz

 

Nummer 58 – Herdengebrauchshund – Gruppe 2/Sektion 3

 

Freundlich, aufmerksam, sicher, wachsam, gutmütig, anhänglich an Bezugspersonen, selbstsicher

 

Zughund, Haus- und Hofhund, Schutzhund

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Barcley mit unserem Sohn (2 Jahre)

Das Leben mit einem Schweizer

Wie man im Steckbrief lesen kann, sind die Schweizer massive, große, schwere Hunde, die selbstsicher durchs Leben gehen und sich als Beschützer für Hof, Haus und Familie eignen. So schnell bricht keiner ein, wenn ein solcher Hund das Haus bewacht. Doch die Schweizer sind nicht nur imposant, sondern auch liebevoll und hingebungsvoll. Für eine Zwingerhaltung sind sie nicht geeignet, denn sie brauchen, wer tut dies auch nicht, Familienanschluss und einen geliebten Menschen als Bezugsperson. 

Unsere Schweizer wohnen bei uns mit im Haus, wie sollte es auch anders sein. In unseren Garten können sie jeder Zeit, wenn sie das  überhaupt wollen. Lieber verbringen sie aber ihre Zeit mit uns im Haus, im Wohnzimmer schlafend auf dem Teppich oder Barcley auf seinem Hundebett, von dem er aus entspannt das Geschehen im Haus beobachtet oder vor sich hin schnarcht. Besonders gerne liegt der gemeine Schweizer übrigen mit dem Bauch nach oben, all Beine von sich gestreckt, auf einer kuscheligen Decke.

Durch seine große Größe eignet er sich auch ideal zum Löffelchen liegen mit seinem Menschen 😉 und auch sein Wesen braucht regelrecht ausgiebige Streicheleinheiten, am Kopf, am Bauch, am Schwanzansatz und natürlich hinter den Ohren. Und das fordert er auch ein! Barcley legt gerne seinen Kopf, während ich auf dem Sofa sitze, auf meine Beine und stupst mich an, bis er seine Liebe bekommt. Barcleys Mutter fordert ihre Einheiten mit Küsschen ein und Charles Mutter Daartje bettelt um Liebe mit ihrem Pfoten. Das machen die beiden Mamas auch bei mir, obwohl sie mich gar nicht wirklich kennen. Ob man sie mag oder nicht, erkennen die schlauen Schweizer direkt und nutzen jedem Besuch aus, um noch mehr Streicheleinheiten zu bekommen. 

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Barcleys Kuschelbett von Bedsure*
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Charles bei unserem ersten Besuch

Fremde? Die guck ich mir erst mal an!

Kommt aber Besuch ins Haus den sie nicht kennen und auch merken, dass Herrchen angespannt ist, ist nicht gut Kirschen essen mit dem Grossen Schweizer. Menschen die am Haus vorbei gehen werden streng begutachtet und beurteilt, ob sie vielleicht gefährlich sein könnten.

“Ist etwas anders als sonst? Was macht der Mann denn da am Glascontainer? Das sieht nicht aus wie sonst! Ich belle mal lieber!” (Mann macht auf seinem Rollator eine Sitzpause gegenüber unseres Hauses) Dabei wird aber nicht aggressiv gekläfft, es wird ausschließlich mitgeteilt: “Da passt etwas nicht, komm raus und guck es dir an!” Wenn ich dann sage: “Ach guck mal, dass ist nur ein Mann der Pause macht!” wird gewedelt und der Mann rüber gebeten zum streicheln…. 

Postboten und Paketzusteller, die eigentlich die klassischen “Feinde” von Hunden sind, sind bekannte Freunde und werden freudig begrüßt. Die Männer in Gelb haben sogar meistens etwas leckeres dabei. Aber wehe unser DHL-Fahrer ist mal im Urlaub. Das Gesicht der Vertretung müsstet ihr sehen…

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Barcley bewacht den Vorgarten
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Barcley mit seinem liebsten Freund

“Wie, ICH soll den Ball holen? Mach das doch selber!” Schweizer und Erziehung!

Der Schweizer ist ein sturer Dickkopf und wer das nicht glaubt wird Augen machen, wenn er das erste mal probiert einen zu erziehen. Wo der klassische Labrador sich mit einem Bällchen belohnen lässt, lacht der Schweizer nur. Bällchen holen? Bei unseren keine Chance… Wenn ich ein Bällchen werfe, geht Barcley ein Stück zur Seite, um nicht getroffen zu werden. Das ist mein Ernst! Auf Nachfrage kam heraus, dass er kein Einzelfall ist. Mehrere Hundeschulen haben uns deshalb abgelehnt. Man könnte meinen Hund nicht mit spielen belohnen, deshalb könnte man keine großen Erfolge erzielen. Das wiederum kann ich nicht verstehen.

Barcley hat eine gute Grundgehorsam und war meiner Meinung nach auch nicht schwer zu erziehen. Er brauchte Konsequenz und Liebe und mal ein besonders gutes Leckerchen. Er war immer sehr gelehrig, ABER, so ist dass nun mal mit einer Schweizer, er hat seine eigne Meinung und schätzt Situation selbständig ein und entscheidet danach. Und zwar so, wie ER meint, dass es richtig ist. 

Im Regen sich auf Kommando hinsetzen? Da lach er nur. Es wird diskutiert und gemeckert und gejault, bis der Popo auf dem Boden ist. Rassetypsische Diskussionen erinnern mich an die Diskussion mit Teenagern, die maulend ihren schmutzigen Teller selber in die Küche bringen sollen und dies auch tun, aber mich einem herrlichen Gesichtsausdruck. Wer also einen Schweizer in sein Leben holt, der wird sich ein Hundelebenlang durchsetzten müssen, wird dafür aber mit bedingungsloser Liebe belohnt!

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Charles erstes Spaziergang
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Josef + Barcley kurz vor Charles Einzug

Es gibt so viel zu sagen denn das Leben mit Schweizern ist toll

Ja, die Schweizer sind groß, sind sind stur, sie können dreifarbig haaren, sie pupsen und sie gehen mit dir zusammen auf die Toilette, um zu gucken, was du denn da so lange machst, schmieren deine Scheiben voll, von Innen und Außen, auch im Auto und hinterlassen Pfotenabdrücken auf deinen Fliesen. Aber sie sind auch immer für dich da, würden dich mit ihrem eigenen Leben beschützen, warten geduldig auf dich wenn du weg gehst, freuen sich wenn du wieder da bist, auch wenn du nur bei der Mülltonne warst, schmusen mit dir, erleben Abenteuer beim Spazierengehen zusammen mit dir und spenden in kalten und trostlosen Zeiten Wärme.

Auf viele Dinge bin ich hier noch nicht eingegangen, werde es aber in noch folgenden Blogartikeln tun. Dies sollte erste mal einen groben Rundumblick zur Rasse bieten. Ja ich weiß, ich bin parteiisch und noch voller Welpen-Hormone, aber die Beiden machen mich einfach glücklich.

“Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht”

Zitat Hein Rühmann

Josef und Barcley November 2020
Charles und Ich beim Kennenlernen

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Barcley trägt von DDOXX (Link zu Halsband)*
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